Sehenswürdigkeiten
Ausichtspunkte
EichfelsenDer Eichfelsen ist einer der schönsten Aussichtspunkte im Donautal; man sieht zur Burg Wildenstein mit ihrem beeindruckenden Felskranz, über den markanten Korbfelsen zum Schloss Werenwag, zur Burg Wildenstein, den Schaufelsen, zum Fachfelsen und zum Bandfelsen. In der Nähe liegt der Felsengarten. Der Eichfelsen selbst ist ein großer Kalkfels mit Wandhöhen von über 70 Metern. Hier erhält man den sogenannten "Grand Canyon-Blick" ins Durchbruchstal der noch jungen Donau. Einer der schönsten Streckenabschnitte der ganzen Donau. |
Blick vom Eichfelsen Richtung Hausen im Tal/Schloss Werenwag |
Rauher SteinPrächtiger Aussichtsfels mit Blick ins Donautal, man sieht die Donauschleife bei St. Maurus und die Burg Wildenstein, in die andere Richtung Beuron. Gleich in der Nähe zum Rauhen Stein befindet sich das 1964/62 erbaute Wanderheim des Schwäbischen Albvereines. Hier gibt es Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten in herrlich unberührter Lage. |
Blick vom Rauhen Stein Richtung St. Maurus |
SpaltfelsenDer Fels liegt westlich vom Rauhen Stein und kann auf einer Wanderung von Beuron dorthin aufgesucht werden. Man sieht zum Rauhen Stein, außerdem hat man hier vielleicht den schönsten Blick auf Beuron.
Die Burg Spaltfels ist eine abgegangene Burg am Beginn einer langgezogenen schroffen Felsrippe, dem Spaltfelsen. Der Spaltfelsen oder auch gespaltener Felsen genannt, besteht nicht mehr in seiner Ursprungsform, da der überhängende Teil in den 1960er Jahren aus Gründen der Verkehrssicherheit gesprengt wurde. |
Blick vom Spaltfelsen auf das Kloster Beuron |
Felsengarten
Der Irndorfer Felsengarten entstand in den Jahren 1997 und 1998 mit Unterstützung des Naturparks Obere Donau sowie des Botanischen Gartens der Uni Tübingen.
Die Felsvegetation des oberen Donautales weist im Vergleich zu anderen Felsstandorten der Schwäbischen Alb noch zusätzliche botanische Attraktionen auf. Hier liegt ein Verbreitungsschwerpunkt von Pflanzen vergangener Klimaepochen (Eiszeit). Auch haben Pflanzen, die man hier antreffen kann, ihr Hauptverbreitungsgebiet eigentlich in den Alpen, besitzen aber im Donautal noch vereinzelte, isolierte Vorkommen.
Ansprechpartnerin für den Felsengarten: (Felsengarten-Bilder von Hans-Peter Döler) |
Kirchen
St. Peter - KircheEine erste Kirche stammt aus dem Jahr 1275 und war im Besitz des Klosters Beuron. Die heutige Pfarrkirche wurde 1848/49 im neuromanischen Stil erbaut und 1963 - 67 renoviert. Bei dieser Renovierung fand man auch ein Dokument, aus dem sich ableiten ließ, dass Irndorf nicht ursprünglich "Irrendorf" hieß und so konnte in den 70ger Jahren eine Umbenennung in Irndorf erfolgen. Für die Einwohner war es ganz schlimm, dass ihre Gemeinde viele Jahre den Namen "Irrendorf" tragen musste. Der Turm der St. Peter-Kirche ist 46 m hoch, das Innere der Kirche wurde 1899 von Paul Krebs ausgemalt. Außer diesen Malereien besitzt die Kirche noch ein gotisches Kruzifix und eine Pieta aus der alten Kirche, wertvoll sind auch das Reliquiengehäuse zur Verehrung der "Guten Beth von Reute" und eine "Maria vom Siege". |
Kirche St. Peter |
GottesackerkircheDenkmalgeschützte, um 1615 erbaute Gottesackerkirche. Sie dient heute als Aussegnungsraum und Leichenhalle. Die Friedhofskirche (Gottesackerkirche), jetzt Leichenhalle wurde von Mönchen aus Beuron im Beuroner Stil ausgemalt, die Entwürfe stammen von Pater Desiderius Lenz. Pater Desiderius Lenz ist der Begründer der "Beuroner Kunst". Eine Kunstart besonderer Art der figürlichen Darstellung. Die Farben "Gold und Schwarz" stehen im Vordergrund und bilden im Zusammenwirken mit der figürlichen Darstellung einen besonderen Kunststil.
|
Gottesackerkirche |
Naturschutzgebiete / Flora und Fauna
Irndorfer HardtDie Irndorfer Naturschutzgebiete sind wichtige Reservate zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Das berühmte "Irndorfer Hardt" besteht seit dem Jahre 1938. Im Hardt gab es sog. Baumwiesen, eine Rarität sind hier Pflanzen, die sonst nur noch in den Alpen vorkommen; Ursache ist die Muldenform des Geländes, die Höhe von 880 m ü.NN. mit möglichen Bodenfrösten auch in den Sommermonaten. Dolinen und Erdfälle weisen darauf hin, dass unter dem Hardt größere Karsthöhlen existieren. Es hat eine Größe von rund 103 Hektar Die nahezu ebene, verkarstete Hochfläche im Nordwesten der Ortslage Irndorf wird heute als Grünland genutzt. Ursprünglich herrschte hier Waldweide vor. Mit der beginnenden Stallfütterung der Nutztiere wurden große Flächen von Wald zu Mähwiesen umgewandelt. Wo noch Wald ansteht, finden sich lichte Baumbestände aus Birken, Eichen, Buchen und Fichten. Geologisches Charakteristikum des Gebiets sind zahlreiche kleine Erdfälle (Dolinen), die ein signifikanter Hinweis auf die unterirdische Verkarstung des Gebiets sind. Der anstehende Oberboden ist meist eine Braunerde-Terra fusca Das Ausgangsgestein der Böden, der Weißjura, besitzt eine tiefgründige, lössbeeinflußte Decklage aus Malmkalk-Verwitterungslehm. Die lehmigen Bestandteile auf dem Oberen Jura wurden bereits vor der letzten Eiszeit durch Residualanreicherung (= Lösungsrückstand des verwitterten Kalks) gebildet. Das Klima auf der Hohen Schwabenalb ist bekanntlich sehr rau. Als Jahresmitteltemperatur werden hier nur ca. 6 °C erreicht. Damit sind der landwirtschaftlichen Produktion enge Grenzen gesetzt. Die Abgelegenheit der Landschaft und schwere Erreichbarkeit der Heubergdörfer auf der verkarsteten Albhochfläche sowie der bis in das 20. Jahrhundert bestehende Wassermangel führten dazu, dass die Gegend um den Großen Heuberg über Jahrhunderte zu den ärmsten Gegenden Baden-Württembergs zählte. Diese Umstände führten dazu, dass die Hochflächen bis in die Neuzeit generell nur wenig intensiv bewirtschaftet wurden. Das Irndorfer Hardt - auch Irrendorfer Hardt genannt - ist aufgrund seines Arteninventars ein bedeutendes Naturschutzgebiet innerhalb des Regierungsbezirks Freiburg. Es gehört seit 1992 zum Naturpark Obere Donau. Bilder Felsengarten von Georg Schanz |











